Ankündigung des neuen Personalausweises

Der Deutsche Bundestag hat am 18. Dezember 2008 den Beschluss der Einführung des neuen Personalausweises zum 01. November 2010 gefasst. Dieser soll das alte Dokument ablösen und gleichzeitig für mehr Sicherheit, Komfort und einen besseren Jugendschutz bei Online-Transaktionen sorgen. Darüber hinaus können ab dem Jahr 2013 auch in den Auslandsvertretungen Deutschlands die Ausweise ausgegeben werden. So müssen deutsche Bürger, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, zur Beantragung des Dokuments nicht zurück nach Deutschland reisen.

Vorteile:

  • Der neue Personalausweis hat die Größe einer Kreditkarte und passt damit in jeden Geldbeutel.
  • Online-Transaktionen werden durch die Einführung des neuen Personalausweises auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt.
  • Online-Dokumente können mit Hilfe des Signaturzertifikats und eines Lesegeräts rechtsverbindlich unterzeichnet werden. Daraus resultieren ein größerer Komfort, Zeitersparnis und die Reduzierung von Kosten.
  • Altersprüfungen sowie Wohnortprüfungen können im Sinne des Datenschutzes vorgenommen werden. So kann zum Beispiel der Zugang zu Websites mit Online-Spielen, die ein gewisses Alter erfordern, mit Hilfe der eID-Funktion ohne das genaue Geburtsdatum preiszugeben, gesperrt werden.
  • Nutzer haben über die Daten, die ins Netz übertragen werden, die volle Kontrolle. Die Übermittlung der persönlichen Angaben muss stets bestätigt werden.
  • Der neue Personalausweis stellt einen großen Fortschritt hinsichtlich der Übertragung persönlicher Kennungen (Passwort und Benutzername) sowie im Vergleich zum bisherigen Ausweisdokument dar.

Nachteile:

  • Der neue Personalausweis ist mit 28,80 Euro (ab 24 Jahren) teurer als das alte Dokument. Bis zum 23. Lebensjahr erhalten Sie ihn für 22,80 Euro.
  • Für die Nutzung der Online-Ausweisfunktion benötigen Sie ein spezielles Lesegerät. Die Basis-Version ist mit etwa 35 Euro zwar die günstigste, jedoch besitzt sie auch einen etwas niedrigeren Sicherheitsstandard als Komfort- oder Standard-Lesegeräte, die wiederum Preise um die 100 Euro aufweisen.
  • Chipkarten-Lesegeräte, die keine RFID-Funktion besitzen, können nicht zusammen mit dem neuen Personalausweis verwendet werden. Hier ist die Anschaffung eines entsprechenden Gerätes notwendig.
  • Experten warnen vor bestimmten Sicherheitslücken. Nicht informierte Nutzer können bei nicht berücksichtigten Sicherheitsvorkehrungen Schädigungen erfahren.

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